Das mit dem politischen Profil!


 

Zuallererst Ja. Ja ich bin ein Jungpolitiker. Und Ja ich bin in der Piratenpartei.

Diese Sätze reichen oftmals um den geneigten Zuhörer das Gespräch beenden zu lassen.

Piratenpartei? Das sind doch die die immer Streiten. Unorganisierter Haufen und so!“

Eine Aussage die ich nicht vollständig entkräften kann… und will! Denn Streiten, mal ganz ehrlich, passiert in allen Parteien. Laufend.

Das ist auch Grundsätzlich gar nicht so schlimm, denn konstruktiver Streit trägt zur Meinungsfindung und so zu einer politischen Positionierung bei.

Bei uns passiert dies halt absolut öffentlich während es in anderen Parteien hinter verschlossenen Türen ausgefochten wird, und man anschließend nach „Fraktionszwang“ streng die abgestimmte Meinung beschließen muss. Individualität , Ade!

Aber auch bei uns müssen gewisse menschliche Spielregeln eingehalten werden. Sozialkompetenz lässt sich öfters mal vermissen. Schade eigentlich!

Öffentlich ausgetragene Streitereien wirken leider auf den Außenstehenden eher sehr abschreckend, vor allem, wenn man die Protagonisten nicht persönlich kennt.

Warum bin ich denn eigentlich trotzdem in dieser komischen Partei?

Nun meine politische Karriere ist bislang sehr kurz. Geprägt durch einen doch sehr Grünen Haushalt, begann ich mich schon früh für Politik zu interessieren. Auch wenn ich das als Teenager nicht wahrhaben wollte… Als Netz-affiner Mensch schockte mich der Datenschutzskandal der Geheimdienste enorm! Schon kurz zuvor habe ich mich von Facebook verabschiedet und war auf der Suche nach Gleichgesinnten. Und da waren da plötzlich diese Piraten in meiner Stadt.

Eine kurze Suche auf der Homepage offenbarte mir, das diese sich regelmäßig zu Stammtischen in einer nahegelegenen Kneipe namens Casa-Cuba treffen. Sympathisch. Ich beschloss also diesen „Politikern“ mal einen Besuch abzustatten! Nachdem ich mir also ein Herz gefasst hatte, bin ich also zu einem dieser Stammtische dazugestoßen. Was mir schon damals sehr positiv auffiel war, wie freundlich ich empfangen wurde. Ich kam sogar direkt ins Gespräch mit einer amtierenden Landtagsabgeordneten! Das hatte ich mir weit schwieriger Vorgestellt!

Als gelernter Koch, war ich starke Hierarchien gewöhnt und war perplex das Politiker in einem so hohen Amt sich einfach zu der Basis dazugesellen und darum kein großes Tamtam machen.

Da gerade die Zeit des Bundestagswahlkampf anstand, meldete ich mich freiwillig um beim Plakatieren zu helfen. Schon komisch wenn man eigentlich noch niemanden so richtig kennt. Ich verabredete mich also über unsere Bochumer Mailingliste, und landete tags darauf am Wattenscheider Bahnhof. Etwas nervös war ich ja schon, mit dem Zwischenmenschlichem ist das ja immer so eine Sache. Als unsere Kandidatin für den Bundestag mit ihrem Piratenpartei-T-Shirt mich dann aber super freundlich empfing, war das Eis auch schnell gebrochen! Unvergessen bleibt auch der Platzregen in dem wir uns schon Minuten Später ,beim Plakatieren, eine ordentliche Dusche abholten, Lachanfall inklusive.

Ich hatte jetzt aber schon richtig Blut geleckt. Politik kann ja doch irgendwie auch Spaß machen!

Auf den darauffolgenden Treffen merkte ich, wie einfach es ist, bei und mit den Piraten zu wirken.

Ideen vorstellen, diese Diskutieren und dann auch noch Durchziehen. Das war genau das, was ich machen wollte. Die Bundestagswahl lief ja dann leider nicht sehr erfolgreich, schade eigentlich.

Aber so ist das halt mit der Demokratie :-)

Mit etwas Abstand bin ich froh, das ich zu diesem Haufen dazugestoßen bin. Ich kandidiere nun als Direktkandidat in Bochum-Eppendorf und stehe auf der Reserveliste für den Bochumer Stadtrat auf Listenplatz 5, sowie für die Bezirksvertretung Bochum-Mitte auf Listenplatz 2.

Als ehemaliger Streetartkünstler mache ich mich Stark für Junge moderne Künste im Öffentlich Raum. Aber auch als angehender staatlich anerkannter Betriebswirt habe ich die Chance mich politisch sehr Vielseitig aufzustellen, auch in Richtung Haushalt und Finanzen.

So entwickelte ich beispielsweise  mit der Hilfe anderer Piraten und Fachkundigen Menschen die Idee der Bochum Aktie.

Kurz umrissen: Die bestehende Bochum 2022 GmbH in eine GmbH und Co. KG auf Aktien umzuwandeln, die jungen Startups und mittelständischen Unternehmen Startkapital zur Verfügung stellen und anschließend prozentual an den Gewinnen der Unternehmen teilhaben soll. An die Bürger könnten wiederum Bochum-Aktien ausgegeben werden, sodass eine „Win-Win-Situation“ für alle entstehen würde.

Ich plane also im Rat der Stadt Bochum nach dem Prinzip der Sozialökonomie zu handeln, und in meiner Stadt wirklich etwas zu bewegen.

Für die Zukunft zu handeln und echte Bürgerliche Teilhabe zu etablieren, das wird spannend und darauf freue ich mich!

Achja ein spontanes Interview gab es ja kürzlich auch noch:

https://www.youtube.com/watch?v=0XyLHpyk1as

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